{"id":77,"date":"2015-02-26T15:45:23","date_gmt":"2015-02-26T14:45:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.juspax.ch\/de\/?p=77"},"modified":"2020-12-14T10:08:26","modified_gmt":"2020-12-14T09:08:26","slug":"gegen-nationalismus-und-ausgrenzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/gegen-nationalismus-und-ausgrenzung\/","title":{"rendered":"Gegen Nationalismus und Ausgrenzung"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Concerted Action 2015<\/strong><\/p>\n\n\n<div id=\"yui_3_15_0_1_1589809585934_191\" class=\"attribute-short_description\">\n<p class=\" text-left\"><strong><i>Konzertierte Aktion 2015 von Justitia et Pax Europa gegen zunehmenden Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Europa<\/i><\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p id=\"yui_3_15_0_1_1589809585934_201\">\u00dcberall in Europa erleben wir, dass auf regionaler, nationaler und europ\u00e4ischer Ebene wieder mehr Parteien und Bewegungen auftreten, die eng gefasste nationale Interessen \u00fcber universelle Menschenrechte und internationale Pflichten und Verpflichtungen stellen. Da es sich um ein Ph\u00e4nomen von europ\u00e4ischer Tragweite handelt, besteht Anlass zu ernster Besorgnis. Es ist weitaus mehr als nur eine verst\u00e4ndliche Reaktion darauf, dass europ\u00e4ische oder nationale politische Institutionen hier und da nicht gut funktionieren. Deshalb bitten wir, die Konferenz von 31 Europ\u00e4ischen Justitia et Pax Kommissionen, f\u00fchrende Politiker auf allen Ebenen und alle zivilgesellschaftlichen Akteure, gemeinsam eine deutliche Antwort auf wachsenden Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Europa zu erarbeiten, um sicherzustellen, dass die Rechte einer jeden Person respektiert werden, und Einheit in der Vielfalt die Grundlage f\u00fcr eine erfolgreiche und wahrhaft menschliche Gesellschaft&nbsp; bietet. Mit dieser Konzertierten Aktion wollen wir zu einer solchen Antwort beitragen, denn als Christen sind wir aufgerufen, uns \u201c<i>f\u00fcr die Wahrnehmung der \u00f6ffentlichen Aufgaben bereitwillig zur Verf\u00fcgung zu stellen und mitzuwirken, das Wohl der gesamten Menschheit und des eigenen Staates zu f\u00f6rdern<\/i>.\u201d<\/p>\n<p>1)&nbsp; Nationalismus hat in den verschiedenen Teilen Europas unterschiedliche Bedeutungen. So fordern einige politische Parteien mit nationalistischen Programmen gr\u00f6\u00dfere Autonomie oder einen besonderen Status&nbsp; innerhalb eines bestehenden europ\u00e4ischen Staats. Die Forderung nach Autonomie kann zwar ein legitimes politisches Ziel sein, so lange sie mit demokratischen und gewaltfreien Mitteln verfolgt und unter Achtung der \u201eAnderen\u201c in der Gesellschaft vorgetragen wird. Hassreden aller Art hingegen diskreditieren die vorgegebenen Ziele und die vortragenden Akteure.<\/p>\n<p>2)&nbsp; Die Soziallehre der Kirche betont, dass alle Menschen gleich sind, aber sie bekr\u00e4ftigt auch, dass Nationen, Kulturen und Minderheiten in bestehenden Nationalstaaten Rechte haben und geachtet werden m\u00fcssen. So spricht auch nichts dagegen, wenn sich jemand seinem Geburtsort stark verbunden f\u00fchlt, seine Muttersprache liebt und am kulturellen Leben einer Nation teilhat. Letzteres ist \u2013 wie wir alle wissen \u2013 nicht unver\u00e4nderlich, sondern unterliegt einem st\u00e4ndigen Wandel und wir alle erleben diesen Wandel mit. Oft haben wir gute Gr\u00fcnde, mit Freude und Dankbarkeit auf unsere Familie, unsere Gemeinde oder unser Land zu blicken. Die Leistungen der Europ\u00e4ischen Union oder der im Europarat versammelten L\u00e4nder k\u00f6nnen ebenfalls Gr\u00fcnde f\u00fcr Dankbarkeit und Zufriedenheit sein.<\/p>\n<p>3)&nbsp; Was uns besonders beunruhigt, ist die steigende Tendenz, Popularit\u00e4t und Macht mit undifferenzierten politischen Programmen und Wahlslogans gewinnen zu wollen. Sie gr\u00fcnden auf dem Gedanken, Wohlstand und Sicherheit k\u00f6nnten nur durch unilaterale nationale Ma\u00dfnahmen erzielt werden und, falls n\u00f6tig, zum Nachteil anderer Menschen. Solche Wahlslogans gelangen regelm\u00e4\u00dfig in die Mainstream-Medien, werden von dort aus verbreitet und lenken die allgemeine politische Agenda eines Landes in eine nationalistische Richtung.<\/p>\n<p>4)&nbsp; Die h\u00e4ufig rassistische oder fremdenfeindliche Ausdrucksweise erinnert unweigerlich an die aggressive und ultranationalistische Politik, die beiden Weltkriegen vorausging.<\/p>\n<p>Indem sie suggerieren, dass die Nation, die Nationalit\u00e4t oder gar die nationalen Gr\u00fcndungsmythen eine angemessene Antwort auf unsere aktuellen Herausforderungen darstellen, verbreiten diese Parteien und ihre Bef\u00fcrworter ein Paradigma der Exklusion, das die Lage eher verschlimmert, anstatt zur L\u00f6sung irgendeines Problems beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>5)&nbsp; Der \u2018Nationalismus der Ausgrenzung\u2019 \u2013 wie wir ihn bezeichnen m\u00f6chten \u2013 steht im Widerspruch zum Wert der Menschenw\u00fcrde. Er hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun, weil er Grundrechte nur eingeschr\u00e4nkt zuerkennt je nach nationaler, ethnischer oder religi\u00f6ser Herkunft. Dieser Nationalismus stellt&nbsp; letztendlich eine Bedrohung dar f\u00fcr den sozialen Zusammenhalt auf lokaler Ebene und f\u00fcr den Frieden unter den Staaten Europas. Die Achtung vor der menschlichen W\u00fcrde einer jeden Person hat ihren direkten Ursprung in unserem Glauben an den auferstandenen Christus und an Gottes Sch\u00f6pfung von Mann und Frau nach seinem Bild. Justitia et Pax, \u2018Gerechtigkeit und Frieden\u2019, ist unser Name und unser Programm. Daher setzen wir uns entschlossen daf\u00fcr ein, dem Nationalismus der Ausgrenzung entgegenzutreten.<\/p>\n<p>6)&nbsp; Eine einzige und einfache L\u00f6sung f\u00fcr die komplexen Lebenswirklichkeiten zu suchen ist ein durchaus menschliches Bestreben. Indem sie mit den tiefsten \u00c4ngsten der Menschen spielen, streben populistische, nationalistische Politiker nach Macht und bieten einfache L\u00f6sungen an, wobei sie die Tatsache vergessen, dass L\u00f6sungen, die auf Ungerechtigkeit oder der Marginalisierung eines Teils der Gesellschaft basieren, niemals eine friedliche und fortschrittliche Gemeinschaft hervorbringen k\u00f6nnen. Es gibt keine schnellen und einfachen Antworten auf tief greifende strukturelle Herausforderungen, die sich aus den verschiedenartigen Gesellschaften und einer globalisierten Wirtschaft ergeben.&nbsp;<\/p>\n<p>7)&nbsp; Das Thema Migration ist geradezu ein Paradebeispiel daf\u00fcr, dass Realit\u00e4ten zunehmend ignoriert werden. Migration ist der Grundstein f\u00fcr die Existenz der Menschheit. Zu den historischen Gr\u00fcnden f\u00fcr Migration, wie demographische Zw\u00e4nge und politische\/religi\u00f6se Konflikte, kommt heute der Klimawandel hinzu. Solche Zw\u00e4nge werden fortbestehen und unter Umst\u00e4nden sogar gr\u00f6\u00dfer werden. Zugleich sind die rasch alternden Gesellschaften in Europa mit einem zunehmenden Mangel an Arbeitskr\u00e4ften konfrontiert. Diese Gegebenheiten zu ignorieren und den Zustrom von Migranten durch die vollst\u00e4ndige Schlie\u00dfung der Grenzen eind\u00e4mmen zu wollen, ist ebenso unrealistisch wie unmenschlich. Auf europ\u00e4ischer und internationaler Ebene sollten andere L\u00f6sungen entwickelt werden. Eine gemeinsam getragene europ\u00e4ische Verantwortung f\u00fcr die Aufnahme Not leidender Fl\u00fcchtlinge; Mitwirkung an einem internationalen Rechtsrahmen f\u00fcr die friedliche Beilegung von Konflikten und den Wiederaufbau von Krisenstaaten; eine verst\u00e4rkte Entwicklungshilfe, die den Menschen die Wahl l\u00e4sst, zu bleiben oder in ihr Heimatland zur\u00fcckzukehren; und die Integration von Ausl\u00e4ndern in unsere Gemeinschaften \u2013 diese wenngleich schwierigeren L\u00f6sungen sind die einzig humanen und praktikablen Optionen (Alternativen).<\/p>\n<p>8)&nbsp; Auch die Europ\u00e4ische Union wird im Diskurs nationalistischer Parteien f\u00fcr den derzeitigen Konjunkturr\u00fcckgang, die soziale Ungleichheit und die Arbeitslosigkeit verantwortlich gemacht. Daher tragen manche Parteien die Behauptung vor, ein Austritt aus der Europ\u00e4ischen Union sei die beste L\u00f6sung. Weitaus weniger deutlich f\u00e4llt jedoch ihre Antwort auf die Frage aus, wie sie sich die Zukunft ihres Landes in der heutigen Produktions-, Handels- und Konsumkette vorstellen. Diese ist heute definitiv und unwiderruflich eine globale. Zweifelsohne ist die Europ\u00e4ische Union nicht perfekt, aber sie bleibt ein Instrument zur Friedenserhaltung und Konfliktl\u00f6sung auf unserem Kontinent. Auch d\u00fcrfen wir nicht vergessen, dass die Menschen in anderen Teilen der Welt weiterhin ihre Bewunderung daf\u00fcr zum Ausdruck bringen, welchen Umfang die Zusammenarbeit zwischen den europ\u00e4ischen Staaten erreicht hat. Pauschale Angriffe gegen die Europ\u00e4ische Union oder andere L\u00e4nder m\u00fcssen als das gesehen werden, was sie sind \u2013 Ablenkungsman\u00f6ver von ungel\u00f6sten und oft hausgemachten Problemen.<\/p>\n<p>9)&nbsp; Wie soll man dem Nationalismus der Ausgrenzung entgegenwirken? Die Antwort betrifft uns alle, und sie betrifft unsere gemeinsamen europ\u00e4ischen Werte, deren Herzst\u00fcck die Achtung der Menschenw\u00fcrde und die Einhaltung der Menschenrechte sind. Sie machen unsere St\u00e4rke aus, nicht die der Populisten. Entgegen einer mythologischen Lesart von Geschichte, die den Tatsachen widerspricht, sollten wir uns eher an die Wirklichkeit halten. Wir k\u00f6nnen bestehende \u00c4ngste im heutigen Europa erkennen und unsere eigene Unsicherheit eingestehen, aber wir sollten das, was wir aus der Geschichte lernen k\u00f6nnen, ernst nehmen: Krieg ist keine Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.. In Wort oder Tat ver\u00fcbte rassistische und fremdenfeindliche Gewalt ist moralisch wie rechtlich gesehen inakzeptabel. Sie muss verurteilt und rechtlich sanktioniert werden. Aus einer tiefen \u00dcberzeugung zu unseren gemeinsamen Werten sch\u00f6pfen wir Mut. Den Mut, uns Beschuldigungen und Unwahrheiten zu widersetzen; den Mut, Fehlinterpretationen \u00f6ffentlich entgegenzutreten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Christen kann die Nation kein h\u00f6chster Wert sein und nationale \u00dcberlegenheitsgef\u00fchle sind ungerechtfertigt. Die christliche Vorstellung von universaler Gerechtigkeit und Frieden l\u00e4sst keinerlei Form von Chauvinismus zu. Vielmehr fordert sie Solidarit\u00e4t mit und Respekt vor allen. Ein echtes nationales Interesse l\u00e4sst sich im breiteren Kontext des universalen Gemeinwohls am besten f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Den politisch Verantwortlichen legen wir daher Folgendes nahe:<\/p>\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Eine Wirtschafts- und Sozialpolitik, die es den Menschen \u2013 hier und weltweit \u2013erm\u00f6glicht, eine sinnvolle Arbeit zu finden und Verantwortung f\u00fcr sich selbst und ihre Familien zu \u00fcbernehmen, und die ihnen im Falle von unvermeidlichen und verschiedenartigen Risiken des Lebens wirksame Unterst\u00fctzung bietet.<\/p>\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Eine konsequente europ\u00e4ische Migrationspolitik, die gemeinsam Verantwortung \u00fcbernimmt und die Ma\u00dfnahmen ergreift, allen Formen von Zwangsmigration entgegenzuwirken<\/p>\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ein erneutes Bekenntnis zur europ\u00e4ischen Integration, indem sie Positives hervorheben und konstruktive Kritik \u00fcben, und jeder Versuchung widerstehen, die Europ\u00e4ische Union zum S\u00fcndenbock f\u00fcr hausgemachte Probleme zu machen.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrger Europas, die zivilgesellschaftlichen Organisationen und die Kirchen bitten wir:<\/p>\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u00dcber den Wert einer starken Identit\u00e4t als Grundlage f\u00fcr eine inklusive Gesellschaft mit einem starken sozialen Zusammenhalt zu diskutieren.<\/p>\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jegliche nationalistisch gepr\u00e4gte Rhetorik privat und \u00f6ffentlich anzuprangern und infrage zu stellen.<\/p>\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Demokratie, Solidarit\u00e4t, Achtung vor der menschlichen W\u00fcrde und Einsatz f\u00fcr die Menschenrechte durch Bildung und pers\u00f6nliches Vorbild zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Menschenw\u00fcrde und die Menschenrechte als einen wesentlichen Teil unseres gemeinsamen europ\u00e4ischen Erbes wertzusch\u00e4tzen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;Papst Johannes XXIII., Enzyklika<i>&nbsp;Pacem in Terris, 76<\/i><i id=\"yui_3_15_0_1_1589809585934_199\"><\/i><\/p>\n<\/div>\n\n<a class=\"download\" href=\"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2020\/05\/2015-02-15CA_Erkl\u00e4rung_DE.pdf\" download>Gegen Nationalismus und Ausgrenzung <i class=\"fa btn btn-download fa-download\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konzertierte Aktion 2015 von Justitia et Pax Europa gegen zunehmenden Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Europa<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":79,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[],"class_list":["post-77","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-concerted-actions"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2222,"href":"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77\/revisions\/2222"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/79"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=77"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=77"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}