{"id":483,"date":"2009-09-01T16:29:24","date_gmt":"2009-09-01T14:29:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.juspax.ch\/de\/?p=483"},"modified":"2020-07-23T19:32:10","modified_gmt":"2020-07-23T17:32:10","slug":"bundesraetliche-klimapolitik-genuegt-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/bundesraetliche-klimapolitik-genuegt-nicht\/","title":{"rendered":"Bundesr\u00e4tliche Klimapolitik gen\u00fcgt nicht"},"content":{"rendered":"<div class=\"attribute-description\">\n<p><b>In seiner Botschaft ans Parlament zur Revision des CO2-Gesetzes setzt sich der Bundesrat eine Reduktion der inl\u00e4ndischen Kohlendioxid-Emissionen um 10 bis 15 Prozent bis 2020 zum Ziel. Dieses Ziel ist nicht sachgerecht. Denn es gen\u00fcgt in keiner Weise, um die Klimaerw\u00e4rmung zu begrenzen. Zudem missachtet die Schweiz mit diesen Zielen elementare Gerechtigkeitsprinzipien. oeku Kirche und Umwelt und Justitia et Pax fordern eine Reduktion um 40 Prozent.<br \/>\n<\/b><br \/>\nDer Entwurf zur Revision des CO2-Gesetzes ist widerspr\u00fcchlich: Einerseits best\u00e4tigt der Bundesrat, dass eine globale Erw\u00e4rmung von mehr als zwei Grad gegen\u00fcber vorindustriellen Temperaturen verhindert werden m\u00fcsse. Gleichzeitig verabschiedet die Landesregierung Reduktionsziele, die nicht gen\u00fcgen, um dieses Ziel zu erreichen. W\u00fcrden die \u00fcbrigen Industriel\u00e4nder denselben Weg einschlagen, h\u00e4tte dies eine globale Erw\u00e4rmung von mehr als drei Grad zur Folge. In der Schweiz w\u00fcrde die Temperatur dann sogar um durchschnittlich f\u00fcnf oder mehr Grad steigen, da sich unser Land im Vergleich zum Weltdurchschnitt fast doppelt so stark erw\u00e4rmt. Klimapolitik muss gerecht sein, fordern darum oeku Kirche und Umwelt und Justitia et Pax: gerecht gegen\u00fcber den Benachteiligten in den L\u00e4ndern des S\u00fcdens und gerecht gegen\u00fcber k\u00fcnftigen Generationen. Um dies zu erreichen muss das schweizerische und europ\u00e4ische Wohlstandsmodell klimagerecht werden. Das bedeutet: um den Klimawandel zu begrenzen, m\u00fcssen die Treibhausgas-Emissionen im In- und Ausland drastisch reduziert werden.<\/p>\n<p>Die Nationalkommission Justitia et Pax der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und oeku Kirche und Umwelt sprechen sich f\u00fcr eine CO2-Reduktion um 40 Prozent im Inland bis 2020 aus. Zus\u00e4tzlich soll die Schweiz einen Beitrag in der gleichen Gr\u00f6ssenordnung f\u00fcr Reduktions- und Anpassungsmassnahmen im Ausland leisten. Auch die \u00f6kumenische Kampagne 2009 der kirchlichen Werke Brot f\u00fcr alle (Bfa) und Fastenopfer setzt sich f\u00fcr diese Ziele ein. Als Reaktion auf die z\u00f6gerliche Klimapolitik des Bundesrates reist zurzeit die weltgr\u00f6sste Schweizer Fahne durch das Land und sammelt Stimmen aus der Bev\u00f6lkerung f\u00fcrs Klima. Die Klimafahne ist u. a. auch eine Aufforderung an das Parlament, das CO2-Gesetz zu versch\u00e4rfen.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n<p>Grundlagendokumente der Schweizer Kirchen zum Klimawandel:<\/p>\n<ul>\n<li>Klimawandel \u2013 Den Worten Taten folgen lassen. Ein Anstoss aus sozialethischer Perspektive. Justitia et Pax, Bern, 2009.<\/li>\n<li>Energieethik. Unterwegs in ein neues Energiezeitalter. Nachhaltige Perspektiven nach dem Ende des Erd\u00f6ls. SEK, Bern, 2008.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div class=\"attribute-pdf_file\">\n<p>oeku Kirche und Umwelt, Justitia et Pax<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In seiner Botschaft ans Parlament zur Revision des CO2-Gesetzes setzt sich der Bundesrat eine Reduktion der inl\u00e4ndischen Kohlendioxid-Emissionen um 10 bis 15 Prozent bis 2020 zum Ziel. Dieses Ziel ist nicht sachgerecht. Denn es gen\u00fcgt in keiner Weise, um die Klimaerw\u00e4rmung zu begrenzen. 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