{"id":325,"date":"2005-01-25T20:19:35","date_gmt":"2005-01-25T19:19:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.juspax.ch\/de\/?p=325"},"modified":"2020-12-15T11:25:20","modified_gmt":"2020-12-15T10:25:20","slug":"justitia-et-pax-unterstuetzt-das-referendum-gegen-die-ausweitung-des-sonntagsverkaufs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juspax.ch\/fr\/justitia-et-pax-unterstuetzt-das-referendum-gegen-die-ausweitung-des-sonntagsverkaufs\/","title":{"rendered":"Justitia et Pax unterst\u00fctzt das Referendum gegen die Ausweitung des Sonntagsverkaufs!"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Justitia et Pax unterstreicht den Wert des Sonntags<\/strong><\/p>\n\n\n<p>Die Schweizerische Nationalkommission Justitia et Pax teilt die Sorge um den Erhalt des Sonntags. Sie unterst\u00fctzt deshalb das Referendum der Gewerkschaften zur Erhaltung unserer Sonntagskultur.<\/p>\n<p>Mit dem Sonntag verbinden wir auch heute noch Ruhe, Erholung, Zeit f\u00fcr die Familie, f\u00fcr Freunde und Bekannte oder einfach auch Zeit f\u00fcr sich, Entspannung, Besinnung, Gottesdienst, Erholung in der Natur und vieles mehr. Dieser bewusste Unterbruch im w\u00f6chentlichen Arbeitsrhythmus hat sich bis heute bew\u00e4hrt. Allen Unkenrufen zum Trotz wird der Wert des Sonntags von den meisten hoch gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Dennoch versuchen einige wirtschaftspolitische Kr\u00e4fte, den Sonntag erneut massiv in Frage zustellen. Zun\u00e4chst soll der Rund-um-die-Uhr-Konsum ohne Einschr\u00e4nkung in den Bahnh\u00f6fen m\u00f6glich sein. Daraus erw\u00e4chst eine massive Wettbewerbsverzerrung gegen\u00fcber den Anbietern, die nicht in den Bahnh\u00f6fen vertreten sind. Es braucht nicht viel Phantasie, um zu erkennen, dass es um eine generelle Abschaffung des Verbots der Sonntagsarbeit geht. Entsprechende politische Vorst\u00f6sse sind im Parlament bereits eingereicht.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind gewisse Arbeiten am Sonntag notwendig, sie sollen aber die Ausnahme bleiben. Es geht nicht darum, das \u201eRad zur\u00fcckzudrehen\u201c. Die bisherigen Einkaufsm\u00f6glichkeiten sollen im Rahmen des Gesetzes erhalten bleiben. Die Sonntagsruhe ist eine soziale und kulturelle Errungenschaft, die sich menschlich und wirtschaftlich als sinnvoll erwiesen hat. Nahezu alle Kulturen kennen einen solchen Tag des Unterbruchs. Offensichtlich haben die Menschen darin ein lebensdienliches Mass gefunden, damit nicht Arbeit, Leistung und Kommerz zum Massstab aller Dinge werden.<\/p>\n<p>Eine lebendige Gesellschaft lebt nicht nur von den wirtschaftlichen T\u00e4tigkeiten. Dazu braucht es mehr: ehrenamtliches Engagement, Freir\u00e4ume f\u00fcr Familien, Freunde, Gruppen und Vereine und nicht zuletzt einen gesellschaftlichen Rhythmus, der es erlaubt, die sozialen Beziehungen zu pflegen. Wenn die freien Tage unterschiedlich \u00fcber die Woche verteilt sind, wird die gemeinsame Zeit mit anderen zur Mangelware. Es wird immer schwieriger, selbst am Sonntag in der Familie zusammen zu sein. Dadurch zerfallen, angefangen bei der Familie, zum Nachteil aller zunehmend mehr gesellschaftliche Strukturen, die zur Pflege von Beziehungen notwendig sind. In der Folge werden noch mehr Menschen unter der Vereinsamung leiden.<\/p>\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden unterst\u00fctzen wir das Referendum gegen den Verkauf aller Waren und Dienstleistungen in Bahnh\u00f6fen an 365 Tagen im Jahr. Wir wollen kein Einfallstor schaffen f\u00fcr die Einf\u00fchrung der generellen Sonntagsarbeit.<\/p>\n\n\n<p>Dr. Wolfgang B\u00fcrgstein<br>Secr\u00e9taire g\u00e9n\u00e9ral<br>rue des Alpes 6<br>1700 Fribourg<\/p>\n\n\n\n<p>+41 78 824 44 18<br><a href=\"mailto:Wolfgang.buergstein@juspax.ch\">wolfgang.buergstein@juspax.ch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Justitia et Pax unterstreicht den Wert des Sonntags Die Schweizerische Nationalkommission Justitia et Pax teilt die Sorge um den Erhalt des Sonntags. Sie unterst\u00fctzt deshalb das Referendum der Gewerkschaften zur Erhaltung unserer Sonntagskultur. 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