Service d'information | 10.01.2013

La prise de position œcuménique des Eglises de 2005 visant à protéger le dimanche n’a rien perdu de son actualité.




Justice et Paix | 30.09.2010

Verlautbarung der Schweizerischen Nationalkommission Justitia et Pax


Justice et Paix | 27.01.2010

Justice et Paix à propos de la pauvreté en Suisse


Tous documents

Justice et Paix | Communiqué de presse | 25.01.2005

Justitia et Pax unterstützt das Referendum gegen die Ausweitung des Sonntagsverkaufs!

Justitia et Pax unterstreicht den Wert des Sonntags

Die Schweizerische Nationalkommission Justitia et Pax teilt die Sorge um den Erhalt des Sonntags. Sie unterstützt deshalb das Referendum der Gewerkschaften zur Erhaltung unserer Sonntagskultur.

Mit dem Sonntag verbinden wir auch heute noch Ruhe, Erholung, Zeit für die Familie, für Freunde und Bekannte oder einfach auch Zeit für sich, Entspannung, Besinnung, Gottesdienst, Erholung in der Natur und vieles mehr. Dieser bewusste Unterbruch im wöchentlichen Arbeitsrhythmus hat sich bis heute bewährt. Allen Unkenrufen zum Trotz wird der Wert des Sonntags von den meisten hoch geschätzt.

Dennoch versuchen einige wirtschaftspolitische Kräfte, den Sonntag erneut massiv in Frage zustellen. Zunächst soll der Rund-um-die-Uhr-Konsum ohne Einschränkung in den Bahnhöfen möglich sein. Daraus erwächst eine massive Wettbewerbsverzerrung gegenüber den Anbietern, die nicht in den Bahnhöfen vertreten sind. Es braucht nicht viel Phantasie, um zu erkennen, dass es um eine generelle Abschaffung des Verbots der Sonntagsarbeit geht. Entsprechende politische Vorstösse sind im Parlament bereits eingereicht.

Natürlich sind gewisse Arbeiten am Sonntag notwendig, sie sollen aber die Ausnahme bleiben. Es geht nicht darum, das „Rad zurückzudrehen“. Die bisherigen Einkaufsmöglichkeiten sollen im Rahmen des Gesetzes erhalten bleiben. Die Sonntagsruhe ist eine soziale und kulturelle Errungenschaft, die sich menschlich und wirtschaftlich als sinnvoll erwiesen hat. Nahezu alle Kulturen kennen einen solchen Tag des Unterbruchs. Offensichtlich haben die Menschen darin ein lebensdienliches Mass gefunden, damit nicht Arbeit, Leistung und Kommerz zum Massstab aller Dinge werden.

Eine lebendige Gesellschaft lebt nicht nur von den wirtschaftlichen Tätigkeiten. Dazu braucht es mehr: ehrenamtliches Engagement, Freiräume für Familien, Freunde, Gruppen und Vereine und nicht zuletzt einen gesellschaftlichen Rhythmus, der es erlaubt, die sozialen Beziehungen zu pflegen. Wenn die freien Tage unterschiedlich über die Woche verteilt sind, wird die gemeinsame Zeit mit anderen zur Mangelware. Es wird immer schwieriger, selbst am Sonntag in der Familie zusammen zu sein. Dadurch zerfallen, angefangen bei der Familie, zum Nachteil aller zunehmend mehr gesellschaftliche Strukturen, die zur Pflege von Beziehungen notwendig sind. In der Folge werden noch mehr Menschen unter der Vereinsamung leiden.

Aus diesen Gründen unterstützen wir das Referendum gegen den Verkauf aller Waren und Dienstleistungen in Bahnhöfen an 365 Tagen im Jahr. Wir wollen kein Einfallstor schaffen für die Einführung der generellen Sonntagsarbeit.

Wolfgang Bürgstein
Schweizerische Nationalkommission Justitia et Pax
Effingerstr. 11, Postfach 6872, 3001 Bern
031 382 01 29
oder 078 824 44 18