Lucrezia Meier-Schatz

Mitglied

* 4. Januar 1952 in Le Locle

Nach Abschluss ihres Politologiestudiums an der Universität Neuenburg absolvierte sie einen mehrjährigen Studienaufenthalt in Berkeley, Kalifornien. Sie promovierte 1989 an der Universität Neuenburg mit einer Dissertation zur Beziehung zwischen Kirche, Christdemokratie und der Wahrung der Menschenrechte von Arbeitsmigranten.

Lucrezia Meier-Schatz trat früh in die Politik ein. 1975, mit 23 Jahren, leitete sie die Abteilung Politische Studien im Generalsekretariat der CVP Schweiz. Sie blieb dieser Stelle bis 1983 treu, baute aber fortlaufend ihr gesellschaftspolitisches Engagement aus. Zwischen 1978 und 1983 bekleidete sie das Amt der Vizepräsidentin der Eidg. Kommission für Jugendfragen und war von  1979-1992 Mitglied der Expertenkommission Familienbericht des EDI. Zwischen 1992 und 1994 war sie im Auftrag des Bundes für die Planung und Durchführung des Internationalen Jahres der Familie 1994 verantwortlich. Sie war in den 90iger Jahren auch Mitglied der Eidg. Kommission für Ausländerfragen und von 1992 bis 2000 Präsidentin der Sozialpolitischen Kommission der Migratio (damals noch SKAF), Kommission der Schweiz. Bischofskonferenz.

Sie hat in diesen Jahren auch verschiedene Publikationen zu ethischen, gesellschafts- und familienpolitischen Fragen verfasst. Einige sind nachfolgend erwähnt:
• L’Eglise, la démocratie chrétienne et les droits des travailleurs migrants, Fribourg 1989
• Ethique et économie dans l'enseignement épiscopal, dans Etica ed economia, ed. Dehoniane, Bologna 1994
• I documenti del Europa: analisi e prospettive, dans Etica, Economie e Sviluppo, L’insegnamento di vescovi, Instituto Jacques Maritain, Ed. Dehoniane, Bologna 1994
• Constitution - les droits sociaux, Revue mensuelle politique et culturelle Civitas, Fribourg 1996
• Economie et développement, Répertoire des documents épiscopaux des cinq continents (1891-1991), in Berthouzoz R. et al. éd., Cerf, Paris 1997

In die aktive Parteipolitik stieg sie erst 1995 ein und präsidierte von 1996 bis 2004 die CVP des Kantons St. Gallen. 1999 wurde sie in den Nationalrat gewählt und wurde 2003, 2007 und 2011 wiedergewählt: Seit den Wahlen 1999 ist sie Mitglied der Wirtschafts- und Abgaben Kommission des Nationalrats (WAK). Ihre politischen Schwerpunkte sind die Familien-, die Sozial-, Wirtschafts- und Steuerpolitik. 
 

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