Ökumenische Aktion zum internationalen Menschenrechtstag

Gemeinsam mit dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund, der Christkatholischen Kirche der Schweiz und in Kooperation mit der Aktion der Christen gegen Folter und Todesstrafe (ACAT-Schweiz) führt Justitia et Pax im Namen der Schweizer Bischofskonferenz alljährlich eine Aktion zum Internationalen Menschenrechtstag durch.

Justitia et Pax | 27.11.2017

„Völkerecht und Menschenrechte verhindern, dass Rechtsstaaten ihre Grenzen beliebig abschotten können“, betonen Bischof Charles Morerod, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Pfarrer Gottfried Locher, Präsident des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, und Bischof Harald Rein der Christkatholischen Kirche der Schweiz.Doch Völkerrecht und Menschenrechte allein garantieren weder umfassende Humanität noch geschwisterliche Solidarität.

Justitia et Pax | 08.12.2016

Achtung und Schutz der Menschenwürde sind in vielen Bereichen eine bleibende Aufgabe: in Migration, Globalisierung und Welthandel, Klimawandel und Umweltschutz oder in schwierigen Situationen am Beginn und Ende des Lebens. Die Würde jedes Menschen ist dabei keine Frage von Selbstbestimmung, sondern geht dieser stets voraus. Weil kein Mensch seine Würde selbst garantieren kann, gilt Würdeschutz immer der und dem Anderen. Würdeschutz betrifft alle, überall auf der Welt. Diese Überzeugung betonen die römisch-katholische, die christkatholische und die reformierten Kirchen der Schweiz zum internationalen Menschenrechtstag am 10. Dezember.

09.12.2015

Internationaler Menschenrechtstag am 10. Dezember

Die Grundrechte werden zusehends durch den Volkswillen infrage gestellt. Die Kirchen betrachten dies mit Sorge. Zum Internationalen Menschenrechtstag am 10. Dezember erläutern sie deshalb das Verhältnis von Demokratie und Menschenrechten. „Die Grund- und Menschenrechte sind notwendige Basis für eine funktionierende und an der Gerechtigkeit orientierte Demokratie“, betonen Bischof Markus Büchel, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Pfarrer Gottfried Locher, Präsident des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, und Bischof Harald Rein der Christkatholischen Kirche der Schweiz.Ein demokratisches System kann sich der Forderung nach Gerechtigkeit nur dann annähern, wenn es auf den Grundrechten aufbaut.

28.11.2014

Am 10. Dezember, dem internationalen Menschenrechtstag, gedenken die Landeskirchen des 30. Jahrestages des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe. In einer gemeinsamen Verlautbarung betonen die Kirchen die Unbedingtheit des Folterverbots, weil „Folter nie zu mehr Gerechtigkeit führt“.

02.11.2013

Die Nachrichten von Unterdrückung, Schikane, Überfällen, Verschleppungen, Gewaltandrohungen und Gewaltexzessen an Mitgliedern und Anhängern christlicher Kirchen und Gemeinschaften reissen nicht ab. Was uns Christinnen und Christen allenfalls wie ein fernes Unwetter erscheint, ist für viele Schwestern und Brüder bittere Realität. Als christliche Kirchen der Schweiz wollen und können wir hierzu nicht schweigen, es braucht unsere Solidarität mit denen, die in solch schwierigen Verhältnissen leben.

Die Landeskirchen in der Schweiz laden darum Gemeinden und Gläubige ein, am diesjährigen Menschenrechtstag für unsere Gemeinschaft als Kirche Christi einzustehen, unseren bedrohten Schwestern und Brüdern im Wahrnehmen ihrer Situation, im Gebet und in tätiger Solidarität beizustehen, getragen von der Hoffnung auf Gottes heilsame Gegenwart, auf das Kommen seines Reiches, die uns mit allen Christen verbindet.

02.11.2012

Die Bibel spricht vom Menschen als Gottes Ebenbild. Aus dieser Gottebenbildlichkeit und dem Heilshandeln Jesu kommt aus christlicher Überzeugung dem Menschen eine einzigartige Würde, die Menschenwürde zu. Diese Würde ist ein Wesensmerkmal, das unverfügbar auch im hohen Alter und bei Verlust der Selbstständigkeit nicht verloren geht. Sie umspannt den gesamten Lebensbogen. Unabhängig von Alter und Leistungsfähigkeit betonen die Kirchen deshalb diese einzigartige Würde jedes Menschen und engagieren sich im Rahmen des Internationalen Tages der Menschenrechte (10. Dezember) besonders für Menschen, die den vorherrschenden Erwartungen nicht (mehr) genügen.

02.11.2011

Menschenrechte sind bei uns selbstverständlich – deshalb werden sie im Alltag häufig übersehen. Die christlichen Kirchen der Schweiz rufen am Menschenrechtstag dazu auf, im alltäglichen Handeln sorgfältig auf die Menschenrechte anderer zu achten.
 Für Schweizerinnen und Schweizer sind die Menschenrechte eine Selbstverständlichkeit. Sklaverei, Folter und Todesstrafe sind abgeschafft und werden nur als Probleme aus anderen Regionen der Welt
 betrachtet.
 Dieser Blick kann täuschen. Auch bei uns geschehen Menschenrechtsverletzungen. Versteckt in alltäglichen Dingen nehmen wir sie jedoch häufig gar nicht als solche wahr: was zur Gewohnheit wurde, fällt nicht mehr auf.

02.11.2010

Verlautbarung der drei Landeskirchen zum internationalen Menschenrechtstag am 10. Dezember 2010

02.11.2009

Zur gemeinsamen Verantwortung für soziale Gerechtigkeit

Globales Wirtschaften steht nicht jenseits der Menschenrechte, weil jeder Mensch auf diesem Globus davon in der einen oder anderen Weise betroffen ist. Der ohnmächtige Hinweis ‹Ich kann ja nichts tun› zählt genauso wenig, wie die Ausrede ‹das geht mich nichts an›. Wir alle sollten uns fragen, wer auf unsere Solidarität angewiesen ist. Die gesellschaftlichen Institutionen müssen daran mitzuwirken, dass niemand in die Lage kommt, nichts tun zu können und dass niemand dem Irrtum verfällt, das alles ginge sie oder ihn nichts an.

02.12.2008

60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

(Bern, den 01.12.08) Vor 60 Jahren wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte feierlich unterzeichnet. Die universalen Rechte, die sie verkündet, bilden das Fundament für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt. Der Jahrestag steht unter dem Motto «Würde und Gerechtigkeit für alle». Die drei Landeskirchen laden alle Gläubigen und Gemeinden dazu ein, sich anlässlich des Menschenrechtstags am 10. Dezember der Bedeutung der MR neu bewusst zu werden.