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Justitia et Pax | 27.04.2017

Justitia et Pax plädiert für ein Ja zur Energiestrategie 2050




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Justitia et Pax | Mediencommuniqué | 27.04.2017

Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten

Justitia et Pax plädiert für ein Ja zur Energiestrategie 2050

„Der Klimawandel ist ein globales Problem mit schwerwiegenden Umwelt-Aspekten und ernsten sozialen, wirtschaftlichen, distributiven und politischen Dimensionen; sie stellt eine der wichtigsten aktuellen Herausforderungen an die Menschheit dar.“
Papst Franziskus, Laudato si‘ (25)

Abstimmung Energiestrategie 2050, 21. Mai 2017

Bundesrat und eidgenössische Räte haben, herausgefordert durch den Klimawandel, die „Energiestrategie 2050“ entwickelt. Mit dieser Strategie beabsichtigen sie, die Schweizer Energielandschaft nachhaltig und zukunftsweisend umzubauen. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken, die Effizienz zu erhöhen und die erneuerbaren Energien zu fördern. Zu der entsprechenden Änderung des Energiegesetzes ist die Schweizer Bevölkerung am 21. Mai 2017 an die Urne gerufen.

Die Wissenschaften sind sich einig: Der von Menschen gemachte Klimawandel hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche und betrifft die ärmeren Länder, die am wenigsten dazu beigetragen haben, am schwersten. Grundlegende Werte wie Frieden, Gerechtigkeit, Lebensschutz und Bewahrung der Schöpfung sind somit gefährdet. Aus sozialethischer Perspektive darf sich eine Antwort auf diese globale Herausforderung nicht mit einer Strategie der Schadensbegrenzung im eigenen Land und einer Konzentration auf die Umwelt begnügen. Vielmehr müssen die Menschen und Staaten, die vom Klimawandel besonders bedroht sind, besondere Beachtung erfahren. Eine am Gemeinwohl orientierte Energiestrategie muss die Lebensgrundlagen künftiger Generationen wie auch jener, die schon heute unter dem Regime der Energiewirtschaft und –mächte leiden, so gestalten, dass Belastungen wie Nutzen ausgeglichen verteilt sind.

Das vorgeschlagene Massnahmenpaket geht in die richtige Richtung: Der Ausstieg aus der Atomenergie reduziert das Gefahrenpotenzial; die Förderung erneuerbarer Energien ist ein wichtiger Schritt in eine umweltverträglichere Energieversorgung und die Senkung des Energiever­brauchs durch Sparmassnahmen und effizientere Technologien ist Ausdruck der Sorge um die begrenzten Ressourcen dieser Erde. Ohne diese Massnahmen können weder die das Klima schädigenden Treibhausgase reduziert noch die Lebenschancen der Menschen in den Entwicklungsländern gestärkt werden.

Die Kommission Justitia et Pax ist der Überzeugung, dass der vorgeschlagene Umbau unserer Energielandschaft einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Bewahrung der Schöpfung darstellt. Sie empfiehlt deshalb ein klares JA zur Energiestrategie 2050.

Für weitere Auskünfte:

Dr. Thomas Wallimann-Sasaki, Präsident a.i. Justitia et Pax:
Mobil: +41 79 848 99 65, eMail: sozialethik@bluewin.ch

Dr. Wolfgang Bürgstein, Generalsekretär Justitia et Pax:
Mobil: +41 78 824 44 18, eMail: wolfgang.buergstein@juspax.ch